Theaterfahrt am: Fr. 2. Oktober 2009

Staatstheater Mainz Oper von Georges Bizet: "Carmen"

Verbindliche Anmeldung ab sofort bei Herrn Goldschmidt möglich (auch per Mail)

Kosten: ca. 12 bis 15 Euro (inklusive Busfahrt) - je nach Teilnehmerzahl
Abfahrt: 18.00 Uhr (Bhf. Bingen-STADT)
Beginn: 19.30 Uhr
Rückkunft: ca. 23 Uhr, Bhf. Bingen-STADT

Zur Oper: CARMEN
Opéra comique in vier Akten von Georges Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Prosper Merimées gleichnamiger Novelle In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Catherine Rückwardt
Inszenierung und Bühne Peer Boysen
Kostüme Ulrike Schlemm

>> Kritik in der Allgemeinen Zeitung online

Carmen wird von vielen begehrt, ihrem Freiheitswillen aber ist kaum jemand gewachsen. Dem Sergeanten Don José wirft sie eine Blume zu – eine erotische Aufforderung, eine Herausforderung, eine Forderung. Diese Liebe ist ein Kampf auf Leben und Tod. Sie führt Don José, der sich nicht von seinem Streben nach Reinheit, und Geborgenheit lösen kann auf ungesichertes Terrain, wo er, der Entwurzelte, zum Mörder wird.
Die Uraufführung im Jahre 1875 war ein Misserfolg. Allzu unmoralisch, allzu skandalös schien den Zeitgenossen die Titelfigur. Dann setzte der Siegeszug der Oper ein, bei dem Carmen – die sich ihrem Wesen nach so sehr jedem Klischee und jeder Festschreibung widersetzt – von Vorurteilen nicht verschont blieb. Nicht nur die dem „Hispanismo“ verpflichtete, andalusisches Flair atmende Musik fasziniert bis heute das Publikum, sondern auch die Titelfigur: Carmens Liebe kennt keinen Himmel, sie lebt ihr Leben auf eigene Rechnung und sieht dem Tod gefasst ins Auge. Das lässt sie manchem, der ihr begegnet, als höllischen Dämon erscheinen. Was erwartet José von dieser „femme fatale“, die zur Projektionsfläche erotischer Fantasien wurde? Von Carmen, deren Wesen dem seinen so entgegensetzt ist? – Wie viel Freiheit verträgt der Mensch?

Peer Boysen ist seit vielen Jahren als Regisseur und Bühnenbildner an zahlreichen Opernhäusern tätig, darunter zuletzt am Münchner Gärtnerplatz- und Prinzregententheater, der Dresdner Semperoper, der Oper Köln, an den Theatern in Wien, Innsbruck und Montpellier, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe sowie den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Am Staatstheater Mainz war – nach seinen Regiearbeiten von Verdis „Don Carlo“ und Webers „Freischütz“ – in der Spielzeit 2008 / 2009 seine Inszenierung von Glucks „La Semiramide riconosciuta“ zu erleben.

Premiere am 11. September 2009, Großes Haus Staatstheater Mainz GmbH