"Jetzt Wohin?"

 Heine Songs

 Gernot Blume & Julie Spencer

 Neue Vertonungen von Heinrich Heine Gedichten

 

 

 

 Programm

 

 

 1 Doktrin

 2 Ich hatte einst ein schönes Vaterland

 3 Jetzt wohin?

 4 Auf diesem Felsen bauen wir

 5 Wo?

 6 Nachtgedanken

 7 Sie erlischt

 8 Sorge nie, dass ich verrate

 9 Die schlesischen Weber

 10 Ich hab im Traum geweinet

 11 Das Fräulein stand am Meere

 12 Sie liebten sich beide

 13 Der Brief

 14 Laß die heilgen Parabolen

 15 Deutschland, ein Wintermärchen, Caput I

 16 Leise zieht durch mein Gemüt

 17 Fragen

 

 

 Das Projekt "Jetzt Wohin? - Heine Songs"  erwuchs aus Anlaß des 150. Todestages des großen deutschen Dichters im Jahre 2006.  Die beiden Musiker und Komponisten Gernot Blume & Julie Spencer haben 17 Gedichte Heinrich Heines neu vertont.

 

 Das Programm will die Spannweite Heinescher Dichtung verdeutlichen, von Liebespoesie bis Zeitkritik, von Romantik bis Politideologie, von Lebenslust und Leiden am Tod, von Sensibilität bis bittere Ironie.  Gedichte wie "Deutschland, ein Wintermärchen," "Die schlesischen Weber," und "Nachtgedanken," gehören ebenso dazu wie "Sie erlischt," "Ich hab im Traum geweinet" oder "Das Fräulein stand am Meere."  Die musikalische Umsetzung umfasst Stilrichtungen von Folk bis Popsong, Kunstlied, Klangcollage und atonaler Musik. Der musikalische Rundumschlag erklingt auf den Instrumenten Klavier, Perkussion, Vibraphon, Mandoline, Gitarre, Harfe, und mit den Stimmen der beiden Liedermacher/Komponisten.  Mit diesem Programm vermitteln Spencer und Blume die überwältigende Ausdrucksstärke und zeitlose Aktualität der Dichtung von Heinrich Heine und verbinden ihre eigene Musikalität mit der Kraft des literarischen Wortes. Es ist den Künstlern ein Anliegen, die Bedeutung der Dichtung von Heinrich Heine für unsere Zeit dadurch zu verdeutlichen, daß eine neue, kreative, und musikalische Auseinandersetzung mit seinem Werk sein Gedankengut neu verständlich und zugänglich machen will.

 

 Die Künstler bieten auch eine Workshop-Präsentation des Projektes in Schulen an, in denen sie Heines Dichtung im Kontext seiner und unserer Erfahrungswelt erklären, einige der neuen Lieder auszugsweise vorstellen, und im Gespräch mit Schülern Fragen nachspüren, die sich um Heines Gedichte und den Prozeß ihrer Vertonung drehen:  Was heißt es, heute Heine zu lesen?  Warum gerade Heine? Wie sind die Lieder zu Heines Gedichten entstanden?  Wie komponiert man Musik zu einem Text von Heine?  Was kann die Musik dazu beitragen, uns Heine näherzubringen? Das Gespräch soll zum Nachdenken anregen, neugierig machen, und zum Konzert einladen.

 

 

 Zu den Künstlern:

 

 

 Der in Bingen am Rhein gebürtige Komponist, Pianist,und Multi-Instrumentalist Gernot Blume wuchs mit klassischer Klaviermusik ebenso wie mit irischer, jiddischer und osteuropäischer Folklore auf. Autodidaktisch erlernte er Gitarre, Mandoline, Perkussion, Flöten und Harfe. 1988 zog er in die Vereinigten Staaten um ein Studium in Weltmusik, Jazz, und Komposition am CalArts in Los Angeles zu absolvieren. Darüber hinaus studierte er Musikethnologie an der University of Michigan, wo er 1998 mit einer Dissertation über den amerikanischen Jazz Pianisten Keith Jarrett promovierte. Fünf Jahre lang lehrte er als Professor für Musik am Lewis & Clark College in Portland, Oregon, USA.  2003 kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück.  Er arbeitet als freier Musiker, Komponist, Musikwissenschaftler, und Pädagoge.  Seit 2005 ist er Lehrbeauftragter für musikethnologische Themenbereiche an der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und Musiklehrer an der Hildegardisschule in Bingen.

 

 Gernot Blume erhielt verschiedene Preise und Anerkennungen in den USA und in Deutschland, ist unter anderem Träger des Kulturförderpreises der Stadt Bingen. In Anerkennung für außerordentliche Leistungen ist er in der "National Dean's List" der Vereinigten Staaten von 1992 genannt worden. Er musiziert seit 1981 für Konzerte, CDs, Filme, und Videoaufnahmen, und seine Kompositionen sind an zahlreichen renommierten Kulturinstitutionen in den USA, in Deutschland, Polen, und Japan aufgeführt worden.

 

 Die amerikanische Musikerin und Komponistin Julie Spencer ist international bekannt als Komponistin und Perkussionistin, mit den Hauptinstrumenten Marimba und Vibraphon.  2003 wurde sie von der Jazzfachzeitschrift JazzIz als eine der zwanzig originellsten und besten Vibraphonisten der Welt gelobt.  JazzTimes beschrieb sie als "eine bedeutende neue Stimme, ein hochbegabter Geist, eine strahlende Seele" und der zu früh verstorbene deutsche Jazzkritiker Joachim Ernst Berendt nannte ihre Arbeit schlicht "wunderbare Musik."  Sie ist auf zahllosen Konzerten in Europa, Nord Amerika und Japan aufgetreten. Neben vielen anderen Preisen wurde ihr ein Fellowship des amerikanischen National Endowments for the Arts, der nationalen Kunststiftung der Vereinigten Staaten, verliehen. Ihr  stilübergreifendes Werk umschließt Jazzkompositionen, improvisative Klangcollagen, Weltmusik-cross-over und Lieder, sowie zeitgenösssische Partituren für Solo Marimba,

 Kammerensembles, Chöre, und Orchester.

 

 Sie erwarb ein Diplom (Bachelor of Music) sowie die Auszeichnung "Performer's Certificate" von dem berühmten amerikanischen Konservatorium "Eastman School of Music," und ein weiteres Diplom (Master of Fine Arts) vom California Institute of the Arts in Los

 Angeles. Sie ist mehrfach zu Auftritten an den internationalen Kongressen der Percussive Arts Society eingeladen worden und ihr Gesamtwerk wird, wie das von Gernot Blume, seit 2007 bei Norsk Musikforlag in Oslo verlegt und international vertrieben.

 

 Die CD zu dem Projekt "Jetzt Wohin?" ist die neunte gemeinsame CD Produktion des Komponistenpaares, und ist von der Stiftung Kultur im Landkreis Mainz-Bingen unterstützt worden.