Information zum Vortrag von Frau Prof. Dr. Gesine Schwan am 23. November 2009 am SGG:
"Allein ist nicht genug: Für eine Kultur der Gemeinsamkeit - und was Schule dazu beitragen kann / muss".
Gleichnamiges Buch:
Allein ist nicht genug: Für eine neue Kultur der Gemeinsamkeit von Gesine Schwan
und Susanne Gaschke

Was heißt: gutes Leben? Was ist wichtig jenseits handfester Privatinteressen? Gesine Schwan weiß: Das gute Leben hat immer auch eine politische und soziale Seite. Damit ein Gemeinwesen lebenswert bleibt, lohnt es sich, für Werte einzustehen und für sie zu kämpfen. Mut zur eigenen Meinung ist wichtig und Standfestigkeit, auch gegen den Mainstream. Entsolidarisierungstendenzen und Demokratieverdrossenheit sind nichts Naturgegebenes. Vertrauen und Solidarität haben Zukunft. Mit ihrem privaten Leben und ihrem öffentlichen Engagement zeigt Gesine Schwan überzeugend: Erst das Miteinander macht das Leben lebenswert. Susanne Gaschke lässt eine Frau zu Wort kommen, die Zukunftsideen hat - und weiß, wie sie zu realisieren sind.
Über die Autorin und Referentin:

Und immer wieder: erklären, argumentieren, überzeugen. (© Heide
Fest/ Viadrina)
Gesine Schwan, geboren 1943 in Berlin, Professorin für Politische Philosophie, ist Mitglied der Grundwerte-Kommission der SPD. Bis 2008 war sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Sie ist Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen.
Politisches Engagement
Gesine Schwan trat 1972 unter dem Eindruck von Willy Brandts Ostpolitik in die SPD ein. Sie war im Seeheimer Kreis in der SPD aktiv, der in den 70er Jahren neomarxistischen Positionen in der Partei entgegentrat.
Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere arbeitete sie in zahlreichen politischen Gremien mit. Von 1977 bis 1984 und erneut seit 1996 ist sie Mitglied der Grundwertekommission beim Parteivorstand der SPD. Von 1985 bis 1987 hatte Gesine Schwan den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP) inne, 1994 bis 2000 war sie Mitglied des Vorstandes der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft (DVPW).
Gesine Schwan ist darüber hinaus
* Mitglied des Kuratoriums der Theodor-Heuss-Stiftung (seit
1994)
* Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Centre Marc Bloch in Berlin
(seit 2001)
* Mitglied im Senat der Max-Planck-Gesellschaft (seit 2005)
* Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des CIERA (Centre interdisciplinaire
d’études et de recherche sur l’Allemagne) (seit 2006)
* Mitglied der Académie de Berlin (seit 2006)
* Mitglied des Kuratoriums der Haniel Stiftung (seit 2006)
* Mitglied des Kuratoriums des Stein-Preises der Alfred Töpfer Stiftung (seit
2007)
* Mitglied des Kuratoriums des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) (seit 2008).
2004 wird Gesine Schwan mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Gesine Schwan wurde am 30. September 1993 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Am 4. Oktober 2002 verlieh ihr der Bundespräsident dann die nächsthöhere Stufe des Verdienstordens, das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 2006 wird Gesine Schwan mit der Ehrendoktorwürde des Europäischen Hochschulinstituts Florenz für ihre Verdienste um das Zusammenwachsen der Wissenschaftskulturen in Europa geehrt.
Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin 2004
Im März 2004 wählten SPD und Bündnis 90/Die Grünen Gesine Schwan zur Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Bei der Wahl der Bundesversammlung am 23. Mai 2004 unterlag sie mit 589 zu 604 Stimmen ihrem Gegenkandidaten, Bundespräsident Horst Köhler.
Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin 2008/2009
Im Mai 2008 wurde Gesine Schwan erneut durch die SPD für die am 23. Mai 2009 stattfindende Wahl für das Amt der Bundespräsidentin nominiert. Der Amtsinhaber Horst Köhler hat die Wahl mit 613 Stimmen im ersten Wahlgang gewonnen.