Das Internet ist für die meisten Jugendlichen ein wahrer Spielplatz. Doch er birgt Gefahren: Stundenlanges Verlieren in Onlinewelten, wirkungslose Alterskontrollen auf Pornoseiten, Gewaltvideos. Eine Veranstaltungsreihe in Worms soll darüber jetzt aufklären. weiterlesen
CARMEN
Opéra comique in vier Akten von Georges
Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Prosper Merimées
gleichnamiger Novelle
In französischer Sprache mit deutschen
Übertiteln
Musikalische Leitung Catherine
Rückwardt
Inszenierung und Bühne Peer Boysen
Kostüme Ulrike
Schlemm
Carmen wird von vielen begehrt, ihrem Freiheitswillen aber ist
kaum jemand gewachsen. Dem Sergeanten Don José wirft sie eine Blume zu – eine
erotische Aufforderung, eine Herausforderung, eine Forderung. Diese Liebe ist
ein Kampf auf Leben und Tod. Sie führt Don José, der sich nicht von seinem
Streben nach Reinheit, und Geborgenheit lösen kann auf ungesichertes Terrain,
wo er, der Entwurzelte, zum Mörder wird.
Die Uraufführung im Jahre 1875 war
ein Misserfolg. Allzu unmoralisch, allzu skandalös schien den Zeitgenossen die
Titelfigur. Dann setzte der Siegeszug der Oper ein, bei dem Carmen – die sich
ihrem Wesen nach so sehr jedem Klischee und jeder Festschreibung widersetzt –
von Vorurteilen nicht verschont blieb. Nicht nur die dem „Hispanismo“
verpflichtete, andalusisches Flair atmende Musik fasziniert bis heute das
Publikum, sondern auch die Titelfigur: Carmens Liebe kennt keinen Himmel, sie
lebt ihr Leben auf eigene Rechnung und sieht dem Tod gefasst ins Auge. Das
lässt sie manchem, der ihr begegnet, als höllischen Dämon erscheinen. Was
erwartet José von dieser „femme fatale“, die zur Projektionsfläche erotischer
Fantasien wurde? Von Carmen, deren Wesen dem seinen so entgegensetzt ist? –
Wie viel Freiheit verträgt der Mensch?
Peer Boysen ist seit vielen
Jahren als Regisseur und Bühnenbildner an zahlreichen Opernhäusern tätig,
darunter zuletzt am Münchner Gärtnerplatz- und Prinzregententheater, der
Dresdner Semperoper, der Oper Köln, an den Theatern in Wien, Innsbruck und
Montpellier, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe sowie den Ludwigsburger
Schlossfestspielen. Am Staatstheater Mainz war – nach seinen Regiearbeiten von
Verdis „Don Carlo“ und Webers „Freischütz“ – in der Spielzeit 2008 / 2009
seine Inszenierung von Glucks „La Semiramide riconosciuta“ zu
erleben.
Premiere am 11. September 2009, Großes Haus
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