
Tagebuch des Aufenthaltes unserer deutschen Schüler
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Es war der zweite Morgen in Frankreich und unsere Austauschpartner hatten selbständig et-was für unser Wochenende geplant. Viele hatten vor nach Paris zu gehen, so auch vier Mädchen und ich. Wir trafen uns mittags am Bahnhof und, obwohl es regnete, freuten wir Deutschen uns sehr zum ersten Mal die Hauptstadt zu sehen. Mit der Metro ging es direkt nach Paris, wo wir uns den ‚Place de la Bastille' und dann den ‚Place des Vosges' anschauten. Beides sind berühmte Plätze, die uns unsere Austauschschüler nicht vorenthalten wollten. Danach begaben wir uns auf Shopping-Tour zu einer Reihe von kleinen Geschäften und in die Galerie La Fayette, ein Edelkaufhaus, das riesig ist und von Käse bis Ohrringen alles be-sitzt. Danach ging es weiter zum Eiffelturm. Wir waren richtig erstaunt von den Ausmaßen des Turmes und gingen später noch einmal hierher um ihn leuchten und blinken zu sehen. Am Abend wurden wir von den Gasteltern abgeholt. Obwohl ich dachte, ich hätte schon alles gesehen, was an einem Tag möglich ist, machte die Gastfamilie mit uns noch eine Tour mit dem Auto durch Paris. Ein krönender Abschluss für einen anstrengenden Tag! |
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Sonntag, 14. Mai
Am Sonntag schlief ich erst mal richtig lange aus. Langsam, aber sicher, gewöhnte ich mich am meine Gastfamilie und ihren Tagesablauf. Heute sollte es in die ‚Cité des sciences et de l'industrie' gehen. Ich muss zugeben, dass ich erst ein wenig skeptisch war, da uns keine an-deren Deutschen, wie sonst, begleiten würden. Doch ich hatte mich getäuscht. Zuerst suchten wir uns einen Film aus, den wir später in ‚la Géode', einem Kino mit riesiger, halbkugelförmiger Leinwand, sehen wollten. Da uns noch Zeit blieb, besuchten wir vorher noch eine Ausstellung über optische Illusionen. Ich war fasziniert, obwohl mir meine Aus-tauschschülerin vor jeder Illusion erklären musste, was ich tun sollte. Die Wartezeit bis zum Film verging schnell und wenig später saßen wir in dem riesigen Kino. Wir schauten uns ei-nen 45-minütigen Film über Indien an, der zwar auf französisch war, von dem ich jedoch trotzdem einiges verstand. Nach ca. vier Stunden in der ‚Cité' fuhren wir wieder nach Hause. Am Abend kam meiner Austauschschülerin dann die Idee zu grillen. Wir fragten ein wenig herum und fanden zwei weitere Austauschpaare, die zusagten, Ich war froh, mich wieder auf Deutsch unterhalten zu können. Wir tauschten uns über unsere Wochenenden aus und schauten anschließend einen Film auf französisch mit englischen Untertiteln an. Am späten Abend gingen unsere Gäste und ich fiel, mal wieder todmüde von dem ereignisrei-chen Tag Tag, ins Bett. (Sandra Habermann, Ambrin Hasnain , Maria Heinz)
Montag, 15. Mai:
| Ausflug nach Paris Von der Schule aus sind wir zuerst mit dem Bus eine Stunde durch das verkehrsreiche Paris bis zum Parc des Tuileries gefahren. Durch den Park, an Teichen, Alleen und Statuen vorbei, spazierten wir in Richtung Louvre. Wir schauten uns die Glaspyramiden von außen an und gingen auch in den Innenhof des Louvre. Danach liefen wir an der Seine entlang zur Kathedrale Notre Dame, besichtigten wir dann die Kirche von innen und photographierten den Nullpunkt von Paris auf dem Vorplatz photographierten. Dann nehmen wir unseren Bus und fuhren zum Centre Pompidou mit seinen farbigen Stahlrohren, die von außen gut sichtbar sind. Hier ließen sich viele von Straßenmalern zeichnen. Dann ging die Fahrt weiter zum Hü-gel von Montmartre. Dort hatten wir viel Freizeit und konnten uns entweder die Kirche anse-hen oder ins Künstlerviertel gehen. Hier wie überall in Paris sind Leute herumgelaufen, die uns für wenig Geld etwas verkaufen wollten. Meistens wollten sie uns aber über den Tisch zeihen. Außerdem musste man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Alles in allem war der Tag sehr lustig. (Jan Peter Kuhlmann, Verena Klöckler, Robert Lange) | ![]() |
Dienstag, 16. Mai:
Ein anderer Tag in Paris An diesem Morgen ging es früh los. Um acht Uhr trafen sich alle vor dem Collège. Nachdem auch die Leute, die zu spät waren, eingetroffen waren, fuhren wir mit unseren französischen Partnern in einem Doppelbus nach Paris. Nach einer Stunde Fahrt standen wir am Ufer der Seine. Dann machten wir eine Fahrt mit einem Bateau Mouche auf der Seine unter den be-rühmten Brücken hindurch vorbei an der Ile de la Cité bis zur Rückseite von Notre Dame. Während der Fahrt konnte man sich mittels eines Kopfhörers Informationen zu den Sehens-würdigkeiten anhören, die man gerade sah. Nach dieser Bootsfahrt ging es weiter zum Eiffelturm. Die Meisten stiegen die Treppen her-auf bis zur zweiten Plattform. Nach dem Picknick in den Parkanlagen vor dem Eiffelturm fuhren wir weiter zum Musée Grevin und hatten dort erst noch eine Stunde Freizeit, in der viele ins Hard-Rock-Café gingen, das direkt daneben liegt. Dann besuchten wir das großartige Wachsfigurenkabinett, in dem es berühmte Sportler, Politiker und viele andere Prominente zu sehen gab. Um vier Uhr fuhren wir dann wieder nach Hause und verbrachten den Abend in unseren Gastfamilien. (Janine Schwerhoff, Steffen Veit)
Mittwoch, 17. Mai:
Versailles
Heute fuhren wir um 8.15 Uhr nach Versailles, um uns dort das berühmte Schloss und die dazugehörigen Gärten anzuschauen. Direkt nach unserer Ankunft informierten wir uns über die wichtigsten historische Fakten (auf Französisch) über das Schloss und den König Ludwig XIV., bis wir dann endlich auf Erkundung gehen konnten: Mist! Überall waren Bauarbeiten und das auch noch bei schlechtem Wetter! So war das nicht eingeplant, daher wirkte das Schloss auf uns auch nicht sonderlich schön, wie es vielleicht sonst ist, und wir waren doch ziemlich schnell auf dem Weg in Richtung Gärten. Nun liehen wir uns in einzelnen Gruppen Fahrräder aus und fuhren mit diesen den Schlosspark ab, der andere Teil der Gruppe machte derweil eine Rallye. Auf den Fahrrädern erkundeten wir eine großen Teil des Parks von Ver-sailles, darunter auch den Teil, den sich die Königin Marie Antoinette bauen ließ, in dem sie damals in einem Bauerhaus zur Ruhe kommen und friedlich in der Natur sein konnte, fernab von all dem Prunk im Königshaus. Die Rallye erfasste dann einen anderen großen Teil der Gärten. Zum gemeinsamen Picknick trafen wir uns an einem Seeufer und machten ein Grup-penfoto (was heißt ein Gruppenfoto, jeder wollte ein Foto haben und so mussten die Lehrerin-nen einige Male auf den Auslöser drücken). Mit dem Tausch der Gruppen wurde das Nach-mittagsprogramm fortgesetzt. Die Rallye wurde benotet, wie eigentlich alle Rallyes und wie auch die ausführliche Arbeitsmappe über unseren Aufenthalt in Frankreich, um die unter-richtslose Woche auszugleichen. Nach kurzer Zeit freien Verfügens im Schlosspark trafen wir uns wieder am Bus und fuhren zurück zum Collège in Antony, wo sich alle wie immer groß verabschiedeten und jeder mit seinem/seiner Austauschpartner/in aufbrach, um mit ihm/ihr den Rest des Tagen zu verbringen. (Kathrin Macha, Michèle Fennel, Janina Caspar)
Donnerstag, 18. Mai:
Rallye durch Antony mit anschließendem Besuch des Marktes Am Donnerstag, unserem letzten Tag in Paris, machten wir morgens eine Stadtrallye durch Antony. In zwei Gruppen, jeweils mit einer Lehrerin, ging es quer durch Antony, Nachdem wir Fragen zum Bahnhof, einer école élementaire, Geschäften, Restaurants und einem Blu-menladen beantwortet hatten, erreichten wir den Markt. Nach dem Marktaufenthalt verbrach-ten wir den übrigen Tag bis fünf Uhr in der Schule. Der Markt in Antony Alles, was das Herz begehrt, in dem Markt von Antony zu finden. Er bietet ein üppiges Angebot vom Apfel über die Rinderzunge bis zum Ohrring in großen weißen Zelten. Wenn man diese betritt, wird man zuerst von einem Berg Erdbeeren ansprechend begrüßt. Man kann vie-le bekannte und exotische Früchte kaufen, frisch oder getrocknet, Knabberzeug, normal und originell, frische Brötchen vom Bäcker und im wahrsten Sinne des Wortes ‚alles' vom Rind, von dem Huf bis zur Zunge, nur das lebendige Ganzteil fehlt noch. Es gibt aber nicht nur Ka-lorien, sondern auch Schmuck und Haushaltwaren, wie zum Beispiel Töpfe, Handtücher und Besteck. An einigen Ständen kam man sich allerdings so vor, als wäre man bei den Marktschreiern. Andererseits ist der Handelsplatz so groß, dass man sich leicht darin verlaufen kann. Fazit: Der viel besuchte Markt in Antony bietet für jeden etwas. (Markus Zielke, Nicolai Reuland)
Abschlussgedanken
Krönender Abschluss des gesamten Aufenthaltes war ein sehr schöner Abend der Begegnung in der Schule mit Austauschpartnern, Eltern, Lehrern und der Direktorin des Collège. Die Musikband eines französischen Austauschpartners spielte uns auf, und es gab auch Darbie-tungen in deutsch-französischer Gemeinschaftsproduktion. Aber vor allem das sehr herzliche Miteinander der Korrespondenten prägte die Atmosphäre dieses letzten gemeinsamen A-bends. Wen wundert es, dass dann am nächsten Morgen der Abschied sehr schwer fiel und überall versprochen wurde, sich so bald wie möglich wieder miteinander in Verbindung zu setzen. Ich hoffe, dass aus diesen ersten Kontakten eine dauerhafte deutsch-französische Freundschaft wird. (Sylvia Schulte)