Die Berggorillas
Steckbrief :
Körpermaße :
Länge : aufgestellter Körper 2m
Gewicht :
Männchen bis zu 275 kg
Weibchen ca. 140 kg
Fortpflanzung :
Geschlechtsreife : Männchen sind mit 10 Jahren geschlechtsreif (erkennbar durch den silbernen Rücken). Weibchen sind mit 8 Jahren geschlechtsreif
Tragzeit : 8 ½Monate
Zahl der Jungen : 1 (alle 3 bis 4 Jahre)
Lebensweise :
Verhalten :
Die Berggorillas leben in großen Familienverbänden mit dem Silberrücken
als Anführer. Sie sind friedlich, solange sie nicht belästigt werden.
Nahrung :
Berggorillas sind reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich u.a. von Bambussprösslingen,
wildem Sellerie und Disteln.
Vorkommen :
320 von 650 Berggorillas leben im Norden Ruandas in den Gebirgen des Virunga
Nationalparks, die auch in der D.R. Kongo (Zaire) und Uganda liegen. Die Wälder,
in denen sie herumstreifen, sind oft bewölkt, neblig (=Nebelwald) und kühl.
Lebensweise :
Berggorillas leben in Familienverbänden mit durchschnittlich 11 Tieren(größter Familienverband : SUZA mit 35 Tieren).
Neben dem Anführer der Gruppe, dem Silberrücken, sind etwa 3 bis7 Weibchen mit ihren Kindern und ihren Halbwüchsigen anzutreffen.
Der Silberrücken bestimmt den Tagesablauf – er sucht Futterplätze und schaut sich nach Rast- und Schlafplätzen um.
Das Territorium eines Familienverbandes, das durchstreift wird, ist je nach Nahrungsangebot zwischen 10 und 40 kmgroß.
Fortpflanzung :
Die Weibchen werden mit 8, die Männchen mit 10 Jahren geschlechtsreif. Beim männlichen Gorilla kann man dies an der Verfärbung des Rückens (von schwarz zu silber) erkennen.
Alle 3 bis 4 Jahre bringt die Gorillamutter ein Junges zur Welt.Die Schwangerschaft dauert 8 ½ Monate. Das Junge wird von der Mutter umsorgt und beginnt erst ab dem 5. Monat an auf allen vieren zu gehen und seine Umgebung zu erforschen. Bis zum 3. Lebensjahr bleibt das Junge bei seiner Mutter.
Dian Fossey
Dian Fossey wurde 1932 in San Fransisco geboren und arbeitete als Beschäftigungstherapeutin mit Kindern.
Sie machte eine Reise nach Afrika und begegnete dem berühmten Paläontologen Dr. Louis Leaky, der sie als "Gorillamädchen" gewinnen konnte.
Fossey gründete dann eine Forschungsstation im heute zairischen Teil des Virungagebietes, musste aber wegenKriegswirren im Kongo das Land verlassen.
Im Jahre 1967 gründete sie eine Forschungsstation namens "Karisoke" in Ruanda, die sie 18 Jahre leitete.Sie erforschte nicht nur alleine das Verhalten der Berggorillas, sondern auch mit Hilfe von Bob Cambell,einem Fotografen.
Das Schicksal Dian Fosseys fand im Jahre 1985 ihren schrecklichen Lauf : An Weihnachten wurde sie auf grausame Weise ermordet.Von dem Mörder fehlt bis heute jede Spur...
Der immergrüne Nebelwald
Ursprünglich existierte der Nebelwald an der östlichen Randschwelle des zentralafrikanischen Grabenbruchs . In Ruanda findet man heute nur noch Restbestände im Westen des Landes auf der Wasserscheide Zaire-Nil. Das größte zusammenhängende Waldstück ist der Foret de Nyungwe.
Der Nebelwald unterteilt sich in Folgende Stufen:
Untere Nebelwaldstufe 1700-2300m ü. NN
Die untere Nebelwaldlstufe besteht aus einer 30m hohen, von Epiphyten besiedelten Baumschicht mit einigen herausragenden Bäumen. Darunter gibt es eine Strauch- und Krautschicht. Ein Großteil der Sümpfe und Flachmoore wurde trockengelegt, um Kulturland zu gewinnen.
Mittlere und obere Nebelwaldstufe über 2300m ü. NN
Auch hier gibt es eine Baum-, Strauch- und eine Krautschicht, allerdings besteht die Baumschicht hier nur noch aus Bäumen mit bis zu 15m Höhe . Epiphyten sind in dieser Höhe meistens Flechten oder auch Lianen.
Die Tierwelt der Nebelwälder ist sehr reichhaltig und weist zahlreiche Besonderheiten auf. Wichtige Vertreter sind Chamäleons und Schlangen. Mit zunehmender Höhe geht allerdings auch die Artenvielfalt des Nebelwaldes zurück.
Der Ökotourismus
Der Tourismus ist zwar keine bedeutende Einnahmequelle für Ruanda, kann aber trotzdem helfen einige ökologisch wichtige Gebiete (z.B. der Virunga Nationalpark) zu schützen. Ziel ist es, den Menschen klar zu machen, dass es ökologisch sinnvoller ist diese Gebiete zu schützen als sie zugunsten von Ackerland zu zerstören. Es soll kein Massentourismus entstehen, sondern ein sanfter Ökotourismus mit wenigen zahlungskräftigen Gästen. Leider fließt nur ein teil der Einnahmen aus dem Gorilla-Projekt an die einheimische Bevölkerung.
Verhaltensregeln bei Wanderung zu den Berggorillas
Ausrüstung : Lange Sachen wg. Brenesseln
Wanderschuhe
Regenschutz
Trinken
Verhalten :
Bei den Gorillas :
Danach :
Quellen ...
Fotos: CD-ROM – Go for Ruanda
Steckbrief:
Dian Fossey: Buch: "Gorillas im Nebel" (Kindler Verlag)
Verhaltensregeln : www.ati.at/gorillas.htm
Sonstiges : RUANDA (Begleitpublikation zur gleichnamigenWanderausstellung des Landesmuseums Koblenz)
Herausgegeben:V. Ullrich & Elisabeth Nichal
Referat von Deborah Eisinger und Phillip Bendix