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"Wer
Gedichte veröffentlicht, Donald Marquis (1878 - 1937) |
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Der Sommer Das Erntefeld erscheint, auf Höhen schimmert
Die Pfade gehn entfernter hin, der Menschen
Leben, Mit neuen Farben ist geschmückt der Gärten
Breite, Friedrich Hölderlin (1770-1843) |
der Autor:
geb. am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, besucht Kloster- schulen in Denkendorf
u. Maulbronn, dort bereits erste dichterische Versuche, beeinflusst von Christian
Daniel Schubart, Edward Young, Friedrich Gottlieb Klopstock und Friedrich
von Schiller, anschließend Theologiestudium in Tübingen, verfasst anfangs
Hymnen die unter dem Eindruck intensiven Naturerlebens stehen, später mischen
sich, resultierend aus den Ereignisen der Franz. Revolution, unterstützt von
seinen Freunden Schelling und Hegel, zu dem idealistisch-politische Töne in
seine Dichtung,
1790 Magisterexamen, 1794 Begegnung mit Schiller, Hofmeister bei Charlotte
von Kalb in Weimar,
1796 Hauslehrer bei dem Frankfurter Bankier Gontard, tiefe Zuneigung zu dessen
Frau Susette,
1798 Bruch mit den Gontards, es folgen Jahre rastloser Wanderschaft u. innerer
Unruhe,
1807 wird er nach einjährigem Aufenthalt in der Tübinger Heilanstalt als unheilbar
entlassen, die restlichen vier Jahrzehnte seines Lebens fristet er geistig
umnachtet unter der Obhut einer Tischlerfamilie, er stirbt am 7. Juni 1843
in Tübingen.
Buchempfehlung: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Gedichte und Hyperion insel taschenbuch, 665 S.
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König Sommer Nun fallen leise die Blüten ab, König Sommer bereist sein Land Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn, König Sommer auf rotem Roß Gustav Falke (1853-1916) |
der Autor: geb. am 11.1.1853 in Lübeck. Falke
war Buchhändler in Hamburg, später in Lübeck, Essen, Hildburghausen und Stuttgart.
"Mein Wunsch, zu studieren, Philosophie, schöne Wissenschaften oder wenigstens
Musik, die ich immer eifriger betrieben hatte, war früh auf den Widerstand
meines Stiefvaters gestoßen, der Kosten wegen."
Falke kehrte 1880 nach Hamburg zurück und wurde dort Klavierlehrer.
"Ich gab Klavierstunden, die Stunde anfangs zu fünfzig Pfennigen."
In Hamburg wurde er zum Dichter: Er schickte einige Gedichte an Otto von Leixner,
der zwei davon abdruckte und ihm sein Talent beglaubigte.
Falke starb am 8.2.1916 in Großborstel/Hamburg. Er verfasste Lyrik und Erzählungen,
auch in niederdeutscher Sprache.
Quelle: Gustav Falke als Lyriker, Verlag von Alfred Hansen Hamburg, 1904
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In der Frühe Kein Schlaf noch
kühlt das Auge mir, Eduard Mörike (1804-1875) |
der Autor:
geb. am 8.September 1804 in Ludwigsburg, er besuchte die Lateinschule und
ab 1818 das Seminar in Urach,
1826 begann er eine Tätigkeit als Vikar in Nürtingen,
1827/1828 arbeitete er als Redakteur bei einer Zeitschrift,
1834-1843 war er Pfarrer in Cleversulzbach, er wurde vorzeitig pensioniert,
war dann u.a. Lehrer in Stuttgart,
1855 Hofrat und erhielt 1856 eine Professur,
ab 1871 lebte er wieder in Stuttgart, Mörike starb am 4.Juni.1875 in Stuttgart.
Buchtipp: Christa Schmid-Lotz: Eduard Mörike. Ein Leben auf der Flucht, Salzer, März 2004, 16,95 Euro
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Mai Leichte Silberwolken schweben Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) |
Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren und starb am 22.3.1832 in Weimar.
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Poesie des Lebens An *** "Wer möchte sich an Schattenbildern weiden,
So rufst du aus und blickst, mein strenger Freund,
Friedrich Schiller (1759-1805) aus: Gedichte (1789-1805) |
Biographielink: http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/schiller.htm
Buchempfehlung: Das Leben des Friedrich Schiller. von Sigrid Damm Insel, Frankfurt,
August 2004, 24,90 Euro
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Sekundenzeiger daß ich als ich Hans Arp (1887 - 1966) |
aus: Gesammelte Gedichte Bd. I von Hans Arp
(c) 1963 by Limes Verlag in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München
der Autor: geb. am 16. September 1887 als Sohn eines
Zigarrenfabrikanten und dessen elsässischer Frau in Straßburg im Elsaß,
1904 erste Gedicht- veröffentlichungen während seines Studiums an der Kunstgewerbeschule
in Straßburg,
1904-1908 studiert er bildende Kunst an der Kunstschule Weimar und an der Académie
Julian in Paris,
1909 Umzug in die Schweiz nach Weggis,
1911 Mitbegründer der Künstlervereinigung "Moderner Bund" in der Schweiz. Er
lernt Wassily Kandinsky kennen und knüpft über ihn Kontakte zu der expressionistischen
Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" in München.
1913 veröffentlicht er Artikel in der expressionistischen Zeitschrift "Der Sturm"
in Berlin. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs kehrt Arp 1914 in die Schweiz zurück.
Im November 1915 werden Arps abstrakte Werke in der Tanner Galerie in Zürich
erstmals ausgestellt. Hier lernt er die seine spätere Ehefrau die Malerin Sophie
Täuber kennen.
1916 illustriert Arp Tristan Tzaras "25 Gedichte". Er gehört zu einer Gruppe
von Künstlern, die sich regelmäßig im Café Voltaire in Zürich treffen, um ihre
pazifistische Einstellung öffentlich zu äußern. Diese Gruppe, zu der neben Tzara
auch Hugo Ball und Richard Huelsenbeck gehören, begründet die Dada-Bewegung
in der Schweiz und veranstaltet regelmäßig ein Kabarett, in dem Künstler ihre
dadaistischen Werke vorstellen.
1919 zieht er nach Köln. Freundschaft mit Max Ernst und Johannes Baargeld. Mit
beiden Künstlern steht Arp für den "Kölner Dadaismus", der sich durch politisch-provokante
Arbeiten auszeichnet. Gemeinsam geben sie die marxistisch orientierte Satire-Zeitschrift
"Der Ventilator" heraus.
1920 wendet sich Arp mit seinen Arbeiten stärker dem abstrakten Surrealismus
zu. Er heiratet 1922 Sophie Täuber.
1923 beginnt Arp die Zusammenarbeit dem Dadaisten Kurt Schwitters. Arp verfaßt
Beiträge für die Zeitschrift "Merz". Er zieht nach Paris und nimmt dort an der
ersten Gruppenausstellung der Surrealisten teil.
1926 zieht er nach Meudon (heute: Clamart) in Frankreich. und wird am 20. Juli
französischer Staatsbürger.
1931 wendet er sich der Arbeit an abstrakten Plastiken zu. Er wird Mitglied
der französischen Künstlergruppe "Abstraction-Création", die von Georges Vantongerloo
geleitet wird. Die Gruppe arbeitet in ihren Werken mit der reinen Abstraktion.
Die Nationalsozialisten betrachten Arps Werke als "Entartete Kunst" und verbieten
sie.
Nach der deutschen Besetzung Frankreichs flieht Arp nach Grasse (bei Nizza)
in den unbesetzten Teil Frankreichs.
1941 zieht er in die Schweiz und läßt sich in Zürich nieder.
Am 13. Januar 1943 stirbt Sophie Täuber-Arp in Zürich.
1950-1959 entwirft Arp Großplastiken für die Universitäten Harvard und Caracas
sowie für das Gebäude der UNESCO in Paris.
1952-1958 Reisen nach Griechenland, Mexiko und in die USA.
1959 zieht er nach Locarno (Schweiz). Er heiratet Marguerite Hagenbach.
Am 7. Juni 1966 stirbt Hans Arp in Basel.
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Fenster wo ich einst mit dir Fenster wo ich einst mit dir Pfad noch läuft vom tor wo du Bei der kehr warf nochmals auf Dunkel- schweigen - starre luft Stefan George (1868-1933) |
der Autor: geb. am 12.7.1868 in Büdesheim, gest. am 04.12.1933
in Locarno
Biographielink: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GeorgeStefan/
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An Neuffer Im März. 1794 Noch kehrt in mich der süße Frühling wieder,
Noch tröstet mich mit süßer Augenweide Getrost! es ist der Schmerzen wert, dies Leben,
Friedrich Hölderlin (1770-1843) |
der Autor: geb. am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, besucht
Klosterschulen in Denkendorf u. Maulbronn,
dort bereits erste dichterische Versuche, beeinflusst von Christian Daniel Schubart,
Edward Young, Friedrich Gottlieb Klopstock und Friedrich von Schiller, anschließend
Theologiestudium in Tübingen, verfasst anfangs Hymnen die unter dem Eindruck
intensiven Naturerlebens stehen, später mischen sich, resultierend aus den Ereignisen
der Franz. Revolution, unterstützt von seinen Freunden Schelling und Hegel,
zu dem idealistisch-politische Töne in seine Dichtung,
1790 Magisterexamen, 1794 Begegnung mit Schiller, Hofmeister bei Charlotte von
Kalb in Weimar,
1796 Hauslehrer bei dem Frankfurter Bankier Gontard, tiefe Zuneigung zu dessen
Frau Susette,
1798 Bruch mit den Gontards, es folgen Jahre rastloser Wanderschaft u. innerer
Unruhe,
1807 wird er nach einjährigem Aufenthalt in der Tübinger Heilanstalt als unheilbar
entlassen, die restlichen vier Jahrzehnte seines Lebens fristet er geistig umnachtet
unter der Obhut einer Tischlerfamilie,
er stirbt am 7. Juni 1843 in Tübingen.
Buchempfehlung: Friedrich Hölderlin: Sämtliche Gedichte und Hyperion, insel taschenbuch, 665 S., 10 Euro
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April Leichtsinnig, launig, neckisch, ausgelassen,
Hier werf' ich einen Schneeball durch die Gassen,
Gern wollt' ich dir noch Vieles von mir sagen,
Sie sprach: Ich kenne dich als ungezogen, Wilhelm Müller (1794-1827) |
aus: Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden
Waldhornisten (1821)
der Autor: geb. am 7.10.1794 in Dessau; einziger überlebender von sechs Kindern
einer Dessauer Handwerkersfamilie, nach dem Schulbesuch widmet er sich ab 1812
in Berlin philosophischen und historischen Studien,
1813 tritt er als Freiwilliger in das preußische Heer ein u. beteiligt sich
an den Schlachten gegen Napoleon bei Lützen, Bautzen, Hanau u. Kulm, im Anschluss
an das Studium tritt er im Auftrag der Berliner Akademie der Wissenschaften
eine Ägyptenreise an, die ihn aber wegen der Pest in Konstantinopel zunächst
nach Italien führt,
1819 Rückkehr nach Dessau, Tätigkeit als Gymnasiallehrer für Latein u. Griechisch,
kurze Zeit später wird er Bibliothekar der Hofbibliothek,
1824 zum Hofrat ernannt, er stirbt am 1.10.1827 an einem Herzschlag.
Seine Gedichte (z.B. "Der Lindenbaum", "Das Wandern ist des Müllers Lust") wurden
im 19. Jahrhundert häufig vertont.
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Im Vorübergehn Ich ging im Felde Da stand ein Blümchen Ich wollt es brechen, Im tiefen Boden Ich kann nicht liebeln, Ich ging im Walde Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) |
aus: Gedichte (Ausgabe letzter Hand. 1827)
Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren und starb am 22.3.1832
in Weimar.
Eine sehr gute Linksammlung finden Sie hier: http://www.goethe.de/os/hon/aut/degoe.htm
Buchtipps: Goethes schönste Gedichte. Insel Verlag Frankfurt, 9,80 Euro
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März Sprich noch nicht vom Frühling, es ist zu früh!
Und doch und dennoch: mit jubelndem Liede Nur warte, nur wart noch! es wird sich erfüllen,
Cäsar Flaischlen (1864-1920) |
Biografielink: http://www.flaischlen.de/biografie.htm
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ICH HABE DICH SO LIEB Ich habe dich so lieb! Ich habe dir nichts getan. Vorbei - verjährt - Die Zeit entstellt Ich lache. Ich habe dich so lieb. Joachim Ringelnatz (1883-1934) |
Der Autor: geboren am 7.8.1883 in Wurzen/Sachsen; gestorben
am 17.11.1934 in Berlin.
Biographielink: http://www.ringelnatzstiftung.de/ringelnatz.htm
Buchempfehlung: Sämtliche Gedichte von Joachim Ringelnatz in einem handlichen
Dünndruck-Band aus Halbleinen.
"Ein ideales Geschenk-Buch."(St. Galler Tagblatt)
"Sie sind unsterblich, die kleinen Gedichtchen."(FAZ)
Diogenes Verlag, Zürich, 856 Seiten, mit Zeichnungen, 17,90 Euro
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Rheinlied 1975 O Rhein, besungen, lobgehudelt Von allem, was dir zugeflossen Und am Gestade, schmutzumrändert, So bleib ich dir wie einst gewogen Ernst Loeb (1914-1987) |
aus:
"Kein Rizinus für Seelennöte" Atelier Verlag Andernach, 1981
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verlages. http://www.atelierverlag-andernach.de
der Autor: geboren am 8. Dezember 1914 in Andernach/Rhein,
wo er bis 1933 das Gymnasium besuchte.
1936 musste er Deutschland verlassen und kam über Italien, Palästina 1938 in
die USA. Nach einem Germanistikstudium in den USA (Philadelphia und St. Louis)
lehrte er von 1960-1970 an der University of Washington in Seattle (USA) und
an der University of British Columbia in Vancouver (Kanada).
Ab 1970 war er Professor an der Queen's University in Kingston, Ontario (Kanada),
wo er am 15. September 1987 als emeritierter Professor starb.
1985 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er publizierte in den USA,
Kanada und Deutschland. Er veröffentlichte Bücher (Goethe, Heine) und zahlreiche
Artikel (über Goethe, Lessing, Heine, Mörike, Chamisso, E.T.A Hoffmann, Brecht,
Kafka). Auch war er der Mitherausgeber des Bandes über Herders Italienreise
„Bloß für Dich geschrieben."
Seine Gedichte erschienen in Anthologien und in vier Gedichtbänden: Loebliches
(1974), Kein Rizinus für Seelennöte (1981), Hoffen darf die Erde (1985), und
Fußnoten sind wir… (1986).
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Jetzt wohin? Jetzt wohin? Der dumme Fuß 'Zwar beendigt ist der Krieg, Das ist wahr, unangenehm Gern würd ich nach England gehn, Manchmal kommt mir in den Sinn, Doch es ängstet mich ein Land, Rußland, dieses schöne Reich, Traurig schau ich in die Höh', Hat im güldnen Labyrinth Heinrich Heine (1797-1856) |
der Autor: geb. am 13.12.1797 in Düsseldorf, gest. am 17.2.1856
in Paris
Biographielink: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine
Buchempfehlungen: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge von Heinrich Heine.
917 Seiten, Insel Verlag, 10 Euro
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Aschermittwoch Nun fällt der tollen Narrenwelt Da ist im tiefen Straßenstaub Was bimmelt ihr vom Kirchenturm Mir gilt die Dirne unterm Tor, Mir gilt des Bettlers hohle Hand Ob Kirchen- oder Festungssturm, Clara Müller-Jahnke (1860-1905) |
die Autorin:
geb. am 5. Februar 1860 in Lenzen bei Belgard in Hinterpommern als Tochter des
Pfarrers, im Alter von sieben Jahren beginnt sie zu dichten, 1873 stirbt der
Vater,
1876 Besuch einer Handelsschule in Berlin,
1877 Abschluss der Handelsschule als Buchhalterin, kurze Anstellung in einem
Fabrik- und Handlungshaus in Berlin, Rückkehr nach Belgard,
1884 Übersiedlung nach Kolberg, wo sie an der Volksschule unterrichtet, sie
beginnt, Novellen, Aufsätzen, Essays und Gedichten in verschiedenen Zeitschriften
zu veröffentlichen, u.a. in »Neuland«, in der »Deutschen Romanzeitung«, in den
Breslauer »Monatsblättern«,in der »Monatsschrift für neue Litteratur und Kunst«
und in der »Gesellschaft«, Mitarbeit an den sozialdemokratischen Zeitschriften
»Neue Welt« und »Gleichheit«,
1889 wird sie Redakteurin der »Zeitung für Pommern« in Kolberg, dort bleibt
sie mehr als 10 Jahre um die kranke Mutter pflegen zu können, nach dem Tod der
Mutter gibt sie ihre Stellung auf und reist nach Neapel, in Capri lernt sie
den Orientmaler Oskar Jahnke kennen, den sie 1902 heiratet,
Gemeinsame Übersiedlung nach Berlin- Wilhelmshagen, Freundschaft mit Heinrich
und Julius Hart, sie stirbt am 4. November 1905 in Berlin-Wilhelmshagen.
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Februarschnee Februarschnee tut nicht mehr weh, Und wär der sonnigste Sonnenschein, Cäsar Flaischlen (1864-1920) |
aus: Aus den Lehr- und Wanderjahren des Lebens
/ Über die Brücke
Biografielink: http://www.flaischlen.de/biografie.htm
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Ein Lied aus meiner Zeit Ein politisch Lied, ein garstig Lied! Ein politisch Lied, ein garstig Lied! Ich sang nach alter Sitt' und Brauch Denn anders geworden ist die Welt, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) |
aus: Deutsche Lieder aus der Schweiz. (1841)
der Autor: geb. am 2. April 1798 in Fallersleben (bei
Braunschweig).
1819 wird er Bibliothekssekretär in Bonn. 1821 Studienreise in Holland.
1823 erhält er eine Anstellung als Kustos der Zentral-Bibliothek in Breslau.
Dort habilitiert er 1835 zum ordentlichen Professor der deutschen Sprache und
Literatur.
1842 wird er aus dem Staatsdienst entlassen und führt ein Wanderleben, das 1854
in Weimar endet.
Ab 1860 ist er Bibliothekar des Herzogs von Ratibor zu Corvey. Dort stirbt er
am 19. Januar 1874.
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Herz, mein Herz, sei nicht beklommen Herz, mein Herz, sei nicht beklommen, Und wie viel ist dir geblieben, Heinrich Heine (1797-1856) |
aus: Buch der Lieder
Buchempfehlung: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge
von Heinrich Heine. 917 Seiten, Insel Verlag, 10 Euro
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Spruch des Konfuzius Dreifach ist des Raumes Maß: Dir ein Bild sind sie gegeben: Nur Beharrung führt zum Ziel, Friedrich Schiller (1759-1805) aus: Gedichte. Erster Teil (1804). Zum 200. Todestag erscheinen im Schillerjahr 2005 zahlreiche neue Publikationen. Eine Empfehlung: Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus Biographie von Rüdiger Safranski, Hanser Verlag, 2004 |
Hinweis zu den beiden folgenden Gedichten:
http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Nicht_von_Morgenstern
(nachträgliche Änderung Januar 2006; an dieser Stelle war irrtümlich eine im Internet kursierende Mischung der zwei Gedichte wiedergegeben)
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Ich wünsche dir fürs neue Jahr Ich wünsche dir fürs neue Jahr Was du in ihm begonnen hast Erwarte nicht vom ersten Tag Ob gute Zeit, ob schlechte Zeit, Elli Michler, * 1923, Dir zugedacht, |
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Schicksalsspruch Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der
Zeit, Christian Morgenstern |
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Weihnachtsbäume Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
Dann ist ihnen auf einmal, als hätte Gustav Falke (1853-1916) |
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Das Weihnachtsbäumlein Es war einmal ein Tännelein Doch nach nicht gar zu langer Zeit, Bis eines Tags der Gärtner kam, Christian Morgenstern (1871 - 1914) |
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Komm in den totgesagten park und schau Komm in den totgesagten park und schau: Dort nimm das tiefe gelb. das weiche grau Vergiss auch diese letzten astern nicht. Stefan George (1868-1933) |
der Autor:
geb. am 12.7.1868 in Büdesheim, gest. am 04.12.1933 in Locarno
Biographielink: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GeorgeStefan/
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Novemberlied Dem Schützen, doch dem alten nicht, Dem Knaben sei dies Lied geweiht, Durch ihn hat uns des Winters Nacht, Von nun an soll sein schönes Bild Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) |
Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren und starb am 22.3.1832 in Weimar.
Eine sehr gute Linksammlung finden Sie hier: http://www.goethe.de/os/hon/aut/degoe.htm
Buchtipp: Johann Wolfgang Goethe: Verweile
doch
111 Gedichte mit Interpretationen. Herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
Insel Verlag 1997, 10 Euro, bei lesen.de versandkostenfrei
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Die schlesischen Weber Im düstern Auge keine Träne, Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Ein Fluch dem falschen Vaterlande, Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Heinrich Heine (1797-1856) |
"Die schlesischen Weber" erschien erstmals 1844.
Biografielink: http://gutenberg.spiegel.de/autoren/heine.htm
Buchempfehlung: Sämtliche Gedichte in zeitlicher Folge von Heinrich Heine. 917
Seiten, Insel Verlag, 10 Euro
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November Solchen Monat muß man loben: Keiner kann wie dieser toben, Seht das schöne Schlackerwetter! Und die Scheiben, wie sie rinnen! Oh, wie ist der Mann zu loben, Heinrich Seidel (1842-1906) |
der Autor: geb. am 25.6.1842 Perlin (Mecklenburg)
als Sohn eines Pfarrers,
1860-1862 Studium am Polytechnikum in Hannover,
ab 1866 an der Gewerbeakademie in Berlin,
ab 1868 Ingenieur in einer Maschinenfabrik in Berlin, er konstruiert als Ingenieur
die freitragende Stahlüberdachung des Anhalter Bahnhofs,
ab 1880 lebt er als freier Schriftsteller u. schildert in Erzählungen die idyllischen
Seiten des bürgerlichen Lebens,
er stirbt am 7.11.1906 Großlichterfelde.
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Ich bin zu Hause Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum. Ich bin zu Hause zwischen Tag und Traum. Und eine Linde ist mein Lieblingsbaum; Rainer Maria Rilke (1875-1926) |
der Autor: geb am 4.12.1875 in Prag als Sohn
eines Militärbeamten,
1886 bis 1891 Besuch der Militärschule St. Pölten, danach Militär-Oberrealschule
in Mährisch-Weiß- kirchen, Studium der Kunst- u. Literaturgeschichte in Prag,
München u. Berlin,
1899/1900 Rußlandreise mit Lou Andreas-Salomé, Begegnung mit Tolstoi,
1900 lässt er sich in der Malerkolonie Worpswede nieder u. heiratet die Bildhauerin
Clara Westhoff, von der er sich 1902 trennt,
1905 wird er für 8 Monate der Privatsekretär von Rodin in Paris, Reisen nach
Nordafrika, Ägypten, Spanien,
1911/12 lebt er auf Schloß Duino an der Adria bei der Fürstin Marie v. Thurn
u. Taxis, im 1. Weltkrieg in München, aus Gesundheitsgründen wird er aus dem
österreichischen Landsturm entlassen, nach Kriegsende 1920 in Berg am Irschel
(Schweiz),
ab 1921 auf Schloß Muzot im Kanton Wallis, das ihm sein Mäzen Werner Reinhart
zur Verfügung stellt, er stirbt am 29.12.1926 im Sanatorium Val-Mont bei Montreux
an Leukämie.
Hörtipp: Rilke Projekt "Überfließende Himmel"
Teil III des Rilke Projekts mit den Stimmen von Sir Peter Ustinov, Ben Becker,
Hannelore Elsner u.v.a.
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Herbstlied 1782. Bunt sind schon die Wälder,
Wie die volle Traube, Sieh! Wie hier die Dirne Flinke Träger springen, Geige tönt und Flöte Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834) |
der Autor: geb. am 16.12.1762 auf Schloß Bothmar,
schweizer. Schriftsteller, Offizier der Schweizergarde in Versailles, Günstling
Marie-Antoinettes, 1789/90 Reisen nach Deutschland, u.a. Weimar
vor allem sehr formgewandte Gedichte, natur- und heimatverbunden, gest. am 29.01.1834
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Zueignung Ich habe Dir in ernsten stillen Stunden, Von Dir, ich weiß es, wird der Sinn empfunden,
Es flechten Mädchen so im Orient Doch Einer ihren tiefern Sinn erkennt, Karoline von Günderode (1780-1806) |
Die Autorin: geb. am 11.2. 1780 in Karlsruhe,
sie stammt aus einem alten Adelsgeschlecht u. lebt als Stiftsdame in Frankfurt/M.,
frühe Feundschaft mit Clemens Brentano u. Bettina v.n Arnim, Brentano entdeckt
ihr dichterisches Talent, Goethe nennt ihr 1804 unter dem Pseudonym "Tian" erschienenes
Buch: "eine wirklich merkwürdige Erscheinung", 1805 veröffentlicht sie die "Poetischen
Fragmente", am 26. Juli 1806 ertränkt sie sich im Rhein aus unglücklicher Liebe
zu dem für sie unerreichbar erscheinenden Heidelberger Sprachforscher Friedrich
Creutzer.
Biografielink: http://www.wortblume.de/dichterinnen/guende_b.htm
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An den Mistral. Mistral-Wind, du Wolken-Jäger, Hier auf glatten Felsenwegen Kaum erwacht, hört' ich dein Rufen, Auf den ebnen Himmels-Tennen Sah dich aus dem Wagen springen, Tanze nun auf tausend Rücken, Raffen wir von jeder Blume Wer nicht tanzen kann mit Winden, Wirbeln wir den Staub der Strassen Jagen wir die Himmels-Trüber, Und dass ewig das Gedächtniss Friedrich Nietzsche (1844-1900) |
Biographielink: http://gutenberg.spiegel.de/autoren/nietzsch.htm
Buchtipp: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe in 15 Bänden.
Herausgegeben von G. Colli und M. Montinari. 99,00 Euro
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Lied eines Verliebten In aller Früh, ach, lang vor Tag, Hell ist mein Aug um Mitternacht, Wär ich ein Fischer, stünd ich auf, In der Mühle, bei Licht, der Müllerknecht Weh, aber ich! o armer Tropf! Eduard Mörike (1804-1875) |
der Autor: geb. am 8.September 1804 in Ludwigsburg, er besuchte die Lateinschule und ab 1818 das Seminar in Urach, 1826 begann er eine Tätigkeit als Vikar in Nürtingen, 1827/1828 arbeitete er als Redakteur bei einer Zeitschrift, 1834-1843 war er Pfarrer in Cleversulzbach, er wurde vorzeitig pensioniert, war dann u.a. Lehrer in Stuttgart, 1855 Hofrat und erhielt 1856 eine Professur, ab 1871 lebte er wieder in Stuttgart, Mörike starb am 4.Juni.1875 in Stuttgart.
Buchtipp: Veronika Beci: Eduard Mörike.
Die gestörte Idylle. Biographie.
Artemis & Winkler, Februar 2004, 26,00 Euro
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August So hat man nichts als immer Regen, Man fühlt sich gänzlich auf dem Hunde Auf Seite zwei die Redeflüsse Man hört den Regen, liest die Seiche Ludwig Thoma (1867-1921) |
der Autor: geb. am 21.1.1867 in Oberammergau als
Sohn eines Oberförsters, Studium der Forstwissenschaft, später dann Jura in
München und Erlangen,
1893 bis 1899 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Dachau, danach in München, ab 1899
Mitarbeiter des "Simplicissimus", ab 1907 des "März",
im 1. Weltkrieg wird er als Krankenpfleger eingesetzt, danach lebt er in München
und Rottach-Egern, er stirbt am 26.8.1921 in Rottach/Tegernsee
Buchtip: Lausbubengeschichten und andere Erzählungen von Ludwig Thoma
544 Seiten, Komet Verlag, August 2003.
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Wolkenbildung Stratus Wenn von dem stillen Wasserspiegel-Plan Cumulus Und wenn darauf zu höhrer Atmosphäre Cirrus Doch immer höher steigt der edle Drang! Nimbus Nun laßt auch niederwärts, durch Erdgewalt
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
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Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren und starb am 22.3.1832 in Weimar. Eine sehr gute Linksammlung finden Sie hier: http://www.goethe.de/os/hon/aut/degoe.htm
Buchtipp: Des Sommers letzte Rosen von Dirk Ippen, Verlag C.H. Beck, 10,00 Euro Dieses Buch enthält einhundert deutsche Gedichte aus einem Zeitraum von fast tausend Jahren. Die Herausgeber haben die wichtigsten Anthologien, die zwischen den Jahren 1900 und 1999 erschienen sind, zu Rate gezogen und daraus eine "Hitliste" der beliebtesten Gedichte zusammengestellt. Goethe, Heine und Schiller sind hier ebenso vertreten wie die moderne Lyrik mit Rilke, George, Trakl, Brecht, Kästner und Celan.
Ältere "Gedichte der Woche", Schuljahr 2003-2004