Der Tag begann anders, als man sich ihn vorstellte: Treffpunkt war
6:45 am Binger Hauptbahnhof. Zeiten, wie man sie unter der Woche während
der Schulzeit gewohnt ist, aber nicht wirklich am Wochenende! Trotz
alledem fanden sich fünf motivierte Menschen zu dieser Uhrzeit vor
dem Binger Hauptbahnhof zusammen, um gemeinsam zum Tag der Mathematik
nach Darmstadt zu fahren. Nach einer kurzen Unterhaltung mit unserem
betreuenden Lehrer Herr Ossmann ging es auch schon los und wir stiegen
in den Transregio nach Mainz ein, um den Anschluss nach Darmstadt
am Mainzer Hauptbahnhof zu erreichen. Während der eineinhalb-stündigen
Fahrt vertrieben wir uns die Zeit, indem wir uns mehrmals über den
Ablauf des Tages und des Wettbewerbs berieten und Karten spielten.
Wenig später waren wir auch schon in Darmstadt-Nord – der Zielstation
– angekommen. Von dort aus ging es weiter zur Merck-Halle, in welcher
der Wettbewerb stattfinden sollte.
Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Mitstreiter, welche sich ebenfalls
auf den Weg gemacht hatten. Dort angekommen musste Herr Ossmann zunächst
die Organisatoren über unser Eintreffen informieren beziehungsweise
unser Team für den Wettstreit anmelden. Nachdem die Formalien abgeschlossen
waren, fand sich unsere Gruppe wieder zusammen und wir machten uns
auf die Suche nach einem Tisch. Kurz nachdem wir Platz nahmen, begann
nochmals eine abschließende Diskussion mit Herr Ossmann über die Aufgaben
des letzten Jahres, um noch ein wenig Sicherheit für den bevorstehenden
Wettbewerb zu tanken. Plötzlich ertönte eine Stimme, die uns freundlich
auf die Begrüßung im Saal nebenan aufmerksam machte. Dort wurden wir
von unter anderem von einem Mathematiker und einer Vertreterin der
Firma Merck, einem der mehreren Sponsoren des Tages der Mathematik,
willkommen geheißen. Ungeduldig schafften wir es noch auf irgendeine
Art und Weise uns die Zeit zu vertreiben, bis endlich erneut die Stimme
erklang, welche den Beginn des Gruppenwettbewerbs ansagte.
Wenig später befanden sich auch schon die Aufgaben auf unserem Tisch
und wir begannen zunächst, die Aufgaben aufzuteilen. Die Aufagben
stammten aus drei verschiedenen Bereichen: Analysis, Geometrie und
Zahlentheorie. Die gegebenen fünfundvierzig Minuten Bearbeitungszeit
vergingen ziemlich schnell, dennoch wurden wir rechtzeitig fertig
und konnten alle Aufgaben - bis auf wenige Kleinigkeiten - abschließen.
Nach kurzer Wartezeit ging es auch schon weiter zum Einzelwettbewerb,
bei welchem uns drei Aufgaben erwarteten, welche ebenfalls aus den
oben genannten Bereichen der Mathematik stammten. Diese Aufgaben waren
merklich anspruchsvoller als jene aus dem Gruppenwettbewerb. Wie man
es bei den Klausuren in der Schule gewohnt ist, verging auch hier
die Zeit rasch, denn nach erneuten fünfundvierzig Minuten war die
Bearbeitungszeit auch schon vorüber.
Es folgte eine einstündige Mittagspause, während welcher wir zusammen
am Tisch aßen und uns mit Herr Ossmann über verschiedenste Themen
unterhielten. Zum Nachtisch bekam sogar jeder ein Eis! Wenig später
war auch schon die Zeit für den Schnelligkeitswettbewerb gekommen,
bei welchem man eine halbe Stunde für acht, meist aus der Geometrie
stammende Knobeleien hatte. Leider waren wir hier nicht so erfolgreich,
wie bei den vorherigen Wettbewerben, da wir mit dem Zeitdruck und
den krummen Ergebnissen nicht so recht umzugehen wussten. Letztenendes
zog uns dieser Wettbewerb ärgerlicherweise in der Wertung etwas nach
unten. Nach der Siegerehrung bemerkten wir nämlich, dass uns ein Punkt
gefehlt hätte, um noch einen Preis zu bekommen. Aber wenn man den
Tag in seiner Gesamtheit betrachtet, hat es sich gelohnt viele neue
Erfahrungen bezüglich der Mathematik und Wettbewerben gemacht zu haben,
auch wenn wir am Ende keinen Preis gewonnen haben.
Gelohnt hat es sich auf jeden Fall! An dieser Stelle bedanken wir
uns auch nochmals bei Herr Ossmann für die interessanten Gespräche
und den schönen Tag in Darmstadt!
Robert Eisinger
