Jugend forscht

Was ist Jugend forscht?

Jugend forscht ist der renommierteste mathematisch-naturwissenschaftliche Wettbewerb in Deutschland und Teil eines internationalen Netzwerkes zur Förderung naturwissenschaftlich begabter junger Menschen. 1965 wurde Jugend forscht von Henry Nannen, dem damaligen Chefredakteur des STERN, gegründet und feierte im Jahr 2015 sein 50-jähriges Bestehen. Waren es im Gründungsjahr 1965 deutschlandweit gerade mal 240 Anmeldungen, so sind es 50 Jahre später über 11 000 Jugendliche, die sich der Herausforderung des Forschens stellen – Tendenz jedes Jahr steigend.

Die Teilnahme bei Jugend forscht ist in vielen Fällen ein Indiz für eine erfolgreiche naturwissenschaftliche Karriere. Prominentes Beispiel ist Andreas von Bechtholzheim, 1974 Bundessieger in Physik, Gründer von Sun Microsystems, einer der ersten Google-Investoren und heute einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer in den USA. Ausgetragen wird der Wettbewerb in sieben Fachgebieten (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik) und in zwei Sparten Schüler experimentieren (4. Klasse bis 14 Jahre) und Jugend forscht (15 – 21 Jahre).

In Rheinland-Pfalz gibt es zehn Regionalwettbewerbe, von denen einer seit 2010 an der TH Bingen stattfindet, und zwei Landeswettbewerbe, für die jüngeren Teilnehmer bei Boehringer Ingelheim und für die älteren bei der BASF in Ludwigshafen. Die erstplatzierten Jungforscher (ab 15 Jahren) jedes Faches dürfen zur Königsdisziplin – dem Bundeswettbewerb Jugend forscht, der jedes Jahr in einem anderen Bundesland ausgetragen wird und oftmals die Eintrittskarte in eine erfolgversprechende naturwissenschaftliche Karriere ist.

Copyright