Orientierungsstufe am Stefan-George-Gymnasium

Die Klassenstufen 5 und 6 als Einheit der Orientierung

Nach der Grundschulzeit gilt es aus der Elternperspektive eine weitreichende Entscheidung für die zukünftige Entwicklung des eigenen Kindes zu treffen. Das Gymnasium als Schulform bietet mit dem höchsten schulischen Bildungsabschluss, dem Abitur, die größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die spätere Berufsausbildung. Das traditionsreiche Stefan-George-Gymnasium in Bingen begleitet ihr Kind von Beginn an intensiv auf diesem Weg und steht auch Ihnen als Eltern mit einer Vielzahl an Beratungsmöglichkeiten zur Seite.

Die Orientierungsstufe wird aus den Klassenstufen 5 und 6 gebildet und dient unseren Schülerinnen und Schülern der Orientierung in Bezug auf unsere Schulform. Hierbei werden unsere neuen Schülerinnen und Schüler nicht nur durch einen fundierten, modernen und methodenreichen Fachunterricht unterstützt, sondern auch durch ein umfangreiches pädagogisch geprägtes Begleitprogramm, welches unsere Schülerinnen und Schüler in der individuellen Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

Der Wechsel von der Grundschule an unser Gymnasium bedeutet für unsere Orientierungsstufenschülerinnen und -schülern, dass sie sich im wahrsten Sinne des Wortes zunächst orientieren müssen. So lernen sie sich in einem größeren Schulgebäude zu orientieren, lernen viele neue Mitschülerinnen und Mitschüler kennen, zahlreiche neue Lehrerinnen und Lehrer sowie einen deutlich größeren Fächerkanon.

Und sie erhalten auch die Gelegenheit sich in die differenzierten Arbeitsweisen eines gymnasialen Unterrichts einzuarbeiten sowie sich anhand der fachlichen Anforderungen zu erproben, sodass sich unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern sich in Bezug auf die zukünftige individuelle schulische Laufbahn orientieren können.

Da es sich bei der Orientierungsstufe um eine Einheit handelt, findet auch keine Versetzung von der Klassenstufe 5 zu 6 statt.

(Foto: Unsere Einschulungsfeier findet vor den Sommerferien in der schuleigenen Vierfeldhalle statt, damit sich die Klassengemeinschaften sich und ihre jeweiligen neuen Klassenleitungen bereits vor den Sommerferien kennenlernen können.)

Den Übergang von der Grundschule zu uns als weiterführende Schule intensiv und behutsam begleiten

Damit der Übergang von der Grundschule zu uns als weiterführende Schule gut gelingen kann, ist uns eine gute Klassengemeinschaft sehr wichtig.

Dazu darf sich jede Schülerin / jeder Schüler während der Anmeldegespräche bis zu drei Mitschülerinnen und Mitschüler wünschen. Wir bemühen uns anschließend darum, dass mindestens eine Wunschpartnerin / ein Wunschpartner erfüllt werden kann. Erfahrungsgemäß lernen sich unserer Schülerinnen und Schüler aber schnell kennen und so entstehen bereits in den ersten Wochen bis zu den Herbstferien auch viele neue Freundschaften.

Die Einschulungsfeier findet an unserer Schule bereits vor den Sommerferien statt, damit sich die neuen Klassengemeinschaften vor den ersten regulären Schultagen des neuen Schuljahres kennen lernen können. Auch werden sie an diesem besonderen Tag von ihrem neuen Klassenleitungsteam, welches bei uns aus zwei Lehrerinnen und Lehrern besteht, begrüßt. Ebenfalls sind die Schülertutoren des Jahrgangs 10 während der Einschulungsfeier anwesend, welche die Klassen auch während der Orientierungsstufe intensiver begleiten werden.

Allgemeines

– pädagogische Einheit in Klassen 5 und 6, daher keine Versetzung zwischen Klasse 5 und 6

– helle, moderne Klassenräume im 1. und 2. Obergeschoss des H-Traktes

Unsere Praxis

– Infoabend für die Eltern der zukünftigen Fünftklässler (im November/Dezember des Jahres vor der Aufnahme am SGG)

– Tag der offenen Türen zum Kennenlernen der Schule Ende Januar

– Einschulungsfeier vor den Sommerferien

– Klasseneinteilung unter Berücksichtigung der Wohnorte und der Freunde

– Einsatz von Klassenleiterteams (2 Lehrerinnen bzw. Lehrer pro Klasse)

– regelmäßige Durchführung pädagogischer Besprechungen

– enge, vertrauensvolle Kontakte und Dialoge mit den Eltern unserer Schülerinnen und Schüler

(Einzelgespräche/Elternabende/Schulveranstaltungen/thematische Elternabende)

(Foto: In den ersten Schulwochen finden erlebnisreiche Klassentage im Jugendhaus Bingen statt, während der sich die guten Klassengemeinschaften noch intensiver bilden. Ein abwechslungsreiche erlebnispädagogisches Programm wird von allen Klassen durchlaufen, es gibt aber auch Freiräume, um die eigenen Grenzen zu testen. Ein gemeinsames Mittagessen rundet den spannenden Tag ab.)

Klassenleiterstunden (WIR-Stunden) in Klassen 5 und 6

Allen 5. und 6. Klassen stehen pro Woche eine Klassenleiterstunde zur Verfügung.
Folgende Themen bzw. Methoden werden in den sog. WIR-Stunden behandelt:

– unser Leitbild (Welche Werte sind uns wichtig?)

– WIR-Übungen und Spiele (s.o.)

– Klassenrat

– sich auf Regeln einigen

– Lernen lernen

– Wie organisiere ich meinen Arbeitsplatz?

– Wie bereite ich mich auf Klassenarbeiten vor?

– Wie erledige ich Hausaufgaben sinnvoll?

– Konzentrationsübungen

– Entspannungsübungen

– Erlebnispädagogische Gruppenspiele

– Besprechen aktueller Probleme (in der Klasse oder Schule)

– Organisatorisches

Und die Noten?

Die Leistungsanforderungen werden zunächst an die der Grundschule angebunden; im Laufe der 5. Klasse werden diese Anforderungen allmählich gesteigert. Hausaufgabenüberprüfungen werden in der 5. Klasse grundsätzlich angekündigt. Auch sollen die Hausaufgaben in einem überschaubaren Rahmen erteilt werden (ca. anderthalb bis zwei Stunden pro Tag, siehe „Hausaufgabenkonzept“).

Fördermaßnahmen für die Kinder

Neben den AGs (siehe Homepage) gibt es eine Reihe von Fördermaßnahmen am Stefan-George-Gymnasium, die freiwillig sind:

– Hausaufgabenbetreuung (montags bis donnerstags jeweils in der 6. Stunde, nutzbar jederzeit und ohne Voranmeldung, z.B. bei Unterrichtsausfall)

– Rechtschreibkurs „Rechtschreibfüchse“ (falls Schülerinnen bzw. Schülern die deutsche Rechtschreibung noch schwer fallen sollte)

– Knobelix: ein Mathewettbewerb der 5. und 6. Klassen, für die Mathe-Stars unter den Kindern

– Schülernachhilfeprojekt „Schüler helfen Schülern“. Gerne vermitteln wir einen geeigneten Nachhilfelehrer (sehr gute Schüler der Klassen 10-13), sollte Ihr Kind in einzelnen Fächern Probleme haben.

– Begabtenförderung nach individuellem Bedarf

Welche Fächer gibt es in der Orientierungsstufe?

Hauptfächer

Deutsch

Mathe

Englisch

Nebenfächer

Naturwissenschaften (gilt neben Deutsch, Mathematik und Englisch als Hauptfach und kann bei Bedarf zum Ausgleich zu Noten in den Hauptfächern herangezogen werden)

Erdkunde

Musik

Religion / Ethik

Bildende Kunst

Ab der Klassenstufe 6 kommt noch die zweite Fremdsprache – Französisch oder Latein – hinzu. Diese wird kurz vor den Osterferien im Jahrgang 5 für das jeweils kommende Schuljahr gewählt. Vor der Wahl findet ein Elternabend statt, während dem die Fachkonferenzvorsitzenden der Fächer Französisch und Latein das fachliche Konzept vorstellen. Zusätzlich werden die Klassen des Jahrgangs 5 durch Fachlehrerinnen und Fachlehrer der entsprechenden Sprachen während des Unterrichts besucht und erhalten eine Schnupperstunde.